Ausgleichszahlung bei Verspätung durch Gegenwind

Windhose bei starkem Wind

Bei Gegenwind gibt’s Geld zurück

Findet eine stark verspätete Landung aufgrund von Gegenwind statt, haben die Passagiere das Recht auf Ausgleichszahlungen. Dies entschied dasLandgericht Frankfurt am Main im konkreten Fall, bei dem ein Flug um über vier Stunden Verspätung hatte.

Die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht berichtet in ihrer Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ von einem Fall am Landesgerichtshof Frankfurt am Main und den Urteil (Az.: 29 C 1297/12 [46]). Dabei hatten die Kläger eine Ausgleichszahlung in Höhe von 400 Euro verlangt, da sich ihr Flug von Fuertevemtura nach Frankfurt am Main um über vier Stunden verspätet hatte. Statt wie geplant um 0:45 Uhr landete die Maschine erst um 5:10 Uhr am Zielflughafen in Frankfurt am Main.

Auch wenn der Inselname „Fuerteventura“ ins Deutsche übersetzt so viel wie „starker Wind“ bedeutet, konnte sich die Airline nicht auf höhere Gewalt berufen. Gemäß den Aussagend er Fluggesellschaft herrschte an jenem Tag außergewöhnlich hoher Gegenwind, der selbst für diese windstarke Strecke ungewöhnlich war. Da die Airline jedoch die konkreten Wetterbedingungen und Windverhältnisse am Flugtag nicht belegen konnte, gab das Gericht den Klägern recht.

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