Airberlin kämpft weiterhin mit Verlusten

Innenraum der Airberlin Boing 737-800

Buchungsrückgang bei Airberlin: Aufgrund des heißen Sommers daheim fliegen weniger Deutsche in den Mittelmeerraum.

Die deutsche Airline Airberlin schreibt auch im zweiten Quartal noch rote Zahlen. Zwar konnten die Verluste von 29,4 auf 8,1 Millionen Euro gesenkt werden, ein Plus ist jedoch noch nicht in Sicht. Airline-Chef Wolfgang Prock-Schauer kündigt weitere Sparmaßnahmen an und rechnet mit einer Null am Ende des Jahres.

Stellenabbau und Verkauf der Flotte nach China

Da das Eigenkapital aufgebraucht ist, müssen dringend Einsparungen vorgenommen werden. Geplant ist, die Kosten des Unternehmens bis Jahresende um 200 Millionen Euro zu senken. Dazu wurden bereits bis Ende Juli 300 Vollzeitmitarbeiter entlassen, 600 sollen noch folgen. Außerdem verkauft Airberlin elf Flugzeuge seiner Flotte nach China an die Leasinggesellschaft Minsheng Commercial Aviation Limited. Das derzeit laufende Sanierungsprogramm „Turbine“ soll im dritten Quartal zusätzliche Entlastung bringen. Prock-Schauer spricht davon, dass selbst ein Euro Ersparnis pro Fluggast 33 Millionen Euro im Jahr einbringen.

Hitze in Deutschland schadet Urlaubsfliegern

Airberlin hat in den vergangenen Jahren immer häufiger hohe Verluste eingefahren. Ein Grund dafür war die übereilte Expansion zwischen 2007 und 2009. Besonders in diesem Jahr trägt das gute Wetter in Deutschland zu den Minusgeschäften bei. Das Mittelmeer als Hauptziel der Airline wird weniger frequentiert als bei Regenwetter. Die Zukunft des Unternehmens hängt somit vor allem von den Buchungen in der Urlaubshauptsaison im August und September ab. Auch wenn das Wetter ihm womöglich einen Strich durch die Rechnung macht, rechnet Airberlin-Chef Prock-Schauer mit einem operativen Gewinn für das Jahr 2013.