Schnee-Chaos in Kanada: Hunderte Flüge gestrichen

Eiszapfen über Steinbank

Schnee-Chaos in Kanada: Hunderte Flüge gestrichen

Bereits zehn Menschen sollen durch Schnee- und Eisstürme ihr Leben verloren haben während im Osten Kanadas der wohl schlimmste Sturm seit Jahren herrscht. Hunderttausende Haushalte sind ohne Strom, Flüge wurden gestrichen.

Verkehrschaos und Stromausfälle im Osten Kanadas

Der heftige Wintereinbruch mit starken Böen und gefrierendem Regen sorgte bei 350.000 Haushalten in der Provinz Ontario für Stromausfall. Weitere Provinzen wie Nova Scotia, New Brunswick und Quebec sind ebenfalls betroffen. Auf den Straßen kam es zu Massenkarambolagen. Torontos Oberbürgermeister Rob Ford zieht es in Erwägung, den Notstand auszurufen, sollte sich die Lage nicht innerhalb der nächsten Stunden verbessern.

Flugstreichungen von Toronto bis St. Johns (Neufundland)

Aufgrund des Schnee-Chaos mit umgeknickten Bäumen und Strommasten mussten über 700 Flüge gestrichen werden, wodurch 11.000 Passagiere nicht wie geplant ihren Flieger nehmen konnten. Eine Beruhigung der Wetterlage und damit einhergehende Normalisierung des Flugverkehrs sei noch nicht in Sicht.

Schlimmster Schneesturm Torontos

Rob Ford spricht vom „schlimmsten Schneesturm in der Geschichte“ seiner Stadt. Im Moment sind in weiten Teilen Ost-Kanadas die Haushalte vom Stromnetz getrennt und die Wasserversorgung droht ebenfalls abzubrechen aufgrund defekter Pumpen. Den Kanadiern steht somit eine kräftezehrende Weihnachtszeit bevor.

Bereits 1998 hatte ein Eissturm das Land heimgesucht und bei drei Millionen Haushalten für Stromausfall gesorgt. Damals kamen über 24 Menschen ums Leben.

Bildquelle: Jörg Brinckheger / pixelio.de