Stellenabbau bei EADS

Airbus von EADS im Flug

Stellenabbau bei EADS

Beim Luft- und Raumfahrtkonzern EADS (European Aeronautic Defence and Space Company) sind derzeit tausende Stellen in Gefahr. Besonders im Rüstungsgeschäft will EADS die Notbremse ziehen, da dieser Bereich das schwächste Glied ist.

Schon länger Streichungen im Visier

Bereits seit einiger Zeit hatte EADS-Chef Tom Enders über massive Einschnitte und damit verbundene Stellenstreichungen gesprochen. Dies resultiert vor allem aus dem angeschlagenen Rüstungsgeschäft. Die florierende Airbus Tochter hingegen fährt hohe Gewinne für den Konzern ein. Heute soll das Konzept zu den bevorstehenden Kürzungsplänen den Arbeitnehmervertretern vorgestellt werden. Dies verstärkt wiederum die Angst vor dem unumgänglichen Konzernumbau.

EADS bald „AIRBUS“

Den Namen des Konzerns von EADS in Airbus umzuwandeln ist da eher eine Nebensächlichkeit. Unter anderem soll die Raumfahrttochter Astrium mit Cassidian und Airbus Military zur neuen Sparte Airbus Defence & Space zusammengefasst werden.

Die Firmen haben derzeit ein Volumen von ca. 40.000 Mitarbeitern, diese sollen nach Angaben aus EADS-Kreisen um gut 20 Prozent verschlankt werden, was einer Mitarbeiterzahl von 8.000 entspricht.

Stufenweiser Abbau

Höchstwahrscheinlich werden nicht sofort die geplanten 8.000 Stellen gestrichen, sondern eher stufenweise im Rahmen eines Abbaukonzeptes über mehrere Jahre. Bei einem Stellenabbau dieses Volumens sind die Mitarbeiter jedoch besorgt, dass es auch zu betriebsbedingten Kündigungen kommen könnte. Völlig offen ist noch die Angabe der Standorte, die davon betroffen sind.

Sparpolitik der EU – Gift für Rüstungsgeschäft

Sehr deutlich spürt das Rüstungsgeschäft von EADS die Sparpolitik der europäischen Regierungen. Es ist sehr schwierig bei internationaler Konkurrenz Waffensysteme wie den Eurofighter zu verkaufen. Neue Projekte werden zum Teil verschoben oder komplette Hubschrauberbestellungen eingestellt.

EADS Chef Enders wollte die Probleme durch den Zusammenschluss von EADS mit dem britischen Rüstungsriesen BAE Systems beheben. Doch da stellte sich die Bundesregierung entgegen und das Projekt scheiterte.

Nach dieser Sackgasse kündigte Enders den Konzernumbau an. Nun folgen weitere Maßnahmen, die aus Gewerkschafter Sicht zu renditeorientiert sind. Dies gilt es, laut IG Metall, zu verhindern.