Fluglotsen-Streik in Europa

Fluglotsen Tower

Fluglotsen-Streik in Europa

Fluglotsen in elf europäischen Ländern haben Streiks für den heutigen Mittwoch bis diesen Freitag angekündigt. Die ersten Airlines streichen bereits ihre Flüge.

Am stärksten sind Frankreich und Portugal von den Flugausfällen betroffen. In Frankreich planen die Lotsen, ihre Arbeit von Mittwoch 19 Uhr bis Freitag 5 Uhr durchgängig niederzulegen. In Portugal soll die Arbeit heute ab 8 Uhr und ab 15 Uhr für jeweils zwei Stunden ruhen. Weitere Streiks für Donnerstag sind in Planung.

Auch deutsche Verbindungen sind betroffen

Obwohl sich keine deutschen Lotsen an den Streiks beteiligen, kommt es dennoch zu Ausfällen und Verspätungen bei Verbindungen zwischen Deutschland und Frankreich bzw. Portugal. Demnach hat Lufthansa bereits erste Flüge gestrichen. Fluggäste können sich auf der Webseite des Unternehmens informieren, welche Flüge konkret betroffen sind.

Airberlin hat bisher noch keine Flüge gestrichen, rechnet jedoch mit Verspätungen von etwa drei Stunden bei Italien-Flügen, die am heutigen Mittwoch stattfinden. Für Donnerstag werden ebenfalls Verspätungen bei Flügen erwartet, die über den portugiesischen oder französischen Luftraum führen. Auch hier soll die Webseite der Airline ihren Kunden Aufschluss über die betroffenen Verbindungen geben.

Fluglotsen-Streik in elf Ländern

Weitere Länder, die sich neben Portugal und Frankreich an den Streiks beteiligen, sind Zypern, Italien, Slowenien und Malta (am Mittwoch) sowie Österreich, Griechenland, Ungarn, Tschechien und die Slowakei (am Donnerstag). Die europäische Flugsicherheitsbehörde Eurocontrol versucht durch Routenänderungen und ähnliche Maßnahmen die Ausmaße der Streiks abzudämpfen. Die Entscheidung einen Flug zu streichen, liegt dann bei der jeweiligen Fluggesellschaft.

Lotsen kämpfen gegen Liberalisierung des europäischen Luftraums

Grund für den europaweiten Streik der Fluglotsen sind die Pläne der EU, den europäischen Luftraum zu liberalisieren. Demnach sollen staatliche Anbieter die Gebühren senken und mehr Verkehr abwickeln. Die Gewerkschaften halten davon wenig, da sie Sicherheitsprobleme und Kapazitätenmangel befürchten.

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