Warnstreik am Flughafen Berlin-Tegel

Das Sicherheitspersonal am Flughafen Tegel wurde für heute zum Warnstreik von der Gewerkschaft Verdi aufgefordert. Die Arbeit des Sicherheitspersonals wurde für zwei Stunden niedergelegt. Die befürchteten Auswirkungen blieben jedoch überschaubar.

Druck auf Tarifauseinandersetzungen

Mit der zweistündigen Arbeitsunterbrechung des Sicherheits- und Wachpersonals sollte heute Morgen am Flughafen Tegel der Druck der laufenden Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern untermauert werden. Die Verspätungen im Flugverkehr des Flughafens lagen jedoch noch unter 30 Minuten, trotz längerer Warteschlangen an den Check-In Schaltern.

Forderung nach Lohnerhöhungen

Kernpunkt der Tarifverhandlungen sind Lohnerhöhungen bei den Sicherheits- und Wachpersonal-Angestellten. Die Gewerkschaft Verdi fordert eine generelle Lohnerhöhung um zwei Euro auf 9,50 Euro und speziell für das Sicherheitspersonal an den Flughäfen um vier Euro auf 16,25 Euro. Etwa 35.000 Beschäftigte direkt in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern würde dieser Tarifvertrag betreffen. Angeführt wurden auch die eindeutig besser bezahlten Bundesländer im Westen und Süden.

Fortsetzung der Verhandlungen am Dienstag

Bereits im Januar hatten die Arbeitgeber in der jüngsten Verhandlungsrunde eine zweistufige Erhöhung für das Flughafenpersonal angeboten. Diesem Angebot zufolge sollten die Beschäftigten in Berlin-Tegel und Schönefeld ab dem 1. April 2014 13,88 Euro und ab 1. Januar 2015 14,99 Euro pro Stunde erhalten.

Am Dienstag sollen die Tarifverhandlungen zwischen den in Landesverbänden des Bundesverbandes der Sicherheitswirtschaft e.V. (BDSW) weitergeführt werden.

Bildquelle: Günter Wicker/Ligatur